Die diesjährige NDS-Exkursion (Natrix Dynamic System) führte uns ins Fanel am Nordostufer des Neuenburgersees. Das Gebiet beherbergt die grössten zusammenhängenden Schilfflächen der Schweiz und zählt zu den bedeutendsten Feuchtgebieten des Landes. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an diesen Exkursionstag.
Schon auf dem Weg durch den Wald in Richtung Damm gab es die ersten spannenden Beobachtungen. Ein Kuckuckspaar zeigte sich, während aus der Ferne der Gesang eines Feldschwirls und eines Pirols zu hören waren. Am Damm angekommen wurden wir von zahlreichen Seeschwalben und Möwen begrüsst. Unter ihnen konnten wir mehrere Trauerseeschwalben sowie einige Zwergmöwen entdecken. Direkt aus dem Schilf ertönte der Gesang eines Schilfrohrsängers, und eine männliche Bartmeise präsentierte sich zuoberst auf einem Schilfhalm.

Ein weiterer Höhepunkt waren die grossen künstlichen Inseln im Schutzgebiet. Dort konnten wir verschiedene Limikolenarten beobachten. Besonders bemerkenswert war die Entdeckung eines fliegenden Seeregenpfeifers durch Elias. Leider gelang es uns anschliessend nicht mehr, den Vogel erneut zu finden.
Anschliessend machten wir uns auf den Weg in Richtung Gämshoger. Unterwegs entdeckten wir auf einem Feld eine Weisswangengans zwischen zahlreichen Graugänsen. An einem kleinen renaturierten Teich wartete bereits die nächste Überraschung: Zwei Stelzenläufer hielten sich dort auf und boten schöne Beobachtungsmöglichkeiten.

Mit fortschreitendem Tag wurde die Hitze immer intensiver. Die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel, und das grelle Licht machte das Beobachten zunehmend anspruchsvoller. Dennoch lohnte sich der Besuch des Gämshogers. Hier konnten wir weitere Arten entdecken, darunter typische Bewohner der Schilfflächen wie Rohrschwirl und Rohrweihe.

Langsam traten wir den Rückweg in Richtung Bus an. Die Felder bei La Sauge hielten jedoch noch einige spannende Beobachtungen für uns bereit. Dort gelangen Sichtungen von Rotkehlpieper, Grauammer, Dorngrasmücke, Neuntöter, Braunkehlchen, Steinschmätzer und zahlreichen Schafstelzen. Diese artenreiche Schlussphase bildete den perfekten Abschluss eines erfolgreichen Exkursionstages.
Mit einer langen Artenliste, einigen Highlights und vielen schönen Beobachtungen ging ein abwechslungsreicher Tag im Fanel zu Ende. Das Gebiet zeigte einmal mehr, weshalb es zu den besten Orten der Schweiz für die Vogelbeobachtung zählt.




