Als im November die Entscheidung gefällt wurde, wohin uns das Natrix Dynamic System dieses Jahr führen sollte, hatten schon zwei vorherige Exkursionen seit Anfang Kalenderjahr den Klingnauer Stausee als Ziel gehabt. Offensichtlich war es aber ein hervorragendes Jahr für diesen bekannten Birding Spot, denn man beschloss sich nichtsdestotrotz dafür, den Stausee im Rahmen des NDS wieder zu besuchen.
Mit hohen Erwartungen trafen wir am Morgen der Exkursion in Döttingen ein: Auch schon für das NDS des vergangenen Jahres hatte die Natrix den Klingnauer Stausee aufgesucht und jede Menge Spannendes entdeckt, darunter einige Rohrdommeln, ein paar Blässgänse und einen Seidensänger (siehe Blog). Ob wir dieses mal auch solches Glück haben würden?
Nach unserer Ankunft verweilten wir einen kurzen Moment am Bahnhof, um unsere Ausrüstungen hervorzuholen, gingen aber bald weiter Richtung Stausee und hatten schon bald die Ferngläser aufs Schilf gerichtet, in der Suche nach seinen hinterlistigen Bewohnern. Eine kurze Sichtung einer Rohrdommel, die einen Augenblick lang beim kurzen Flug zwischen zwei Verstecken erschien, sorgte kurz für Aufregung. Vom Turm aus gab es einiges zu sehen und wir hielten uns lange dort auf. Unter anderem konnte man in der Ferne schon den einen oder anderen Flamingo erkennen (eine Gruppe dieser rastete bereits seit mehreren Monaten am Stausee). Ausserdem hörten wir Bartmeisen, sahen viele Eisvögel und beobachteten Limikolen wie Bekassinen, Flussuferläufer, Kiebitz und Grosse Brachvögel.


Eine nähere Beobachtung eines Flamingos erfolgte kurz nach unserem Verlassen des Turms: Eine Lücke im Gestrüpp, welches sonst überall den Blick vom Weg auf den Stausee blockierte, erlaubte uns freie Sicht auf einen der schönen (aktuell allerdings nicht ganz so pinken) Flamingos, der ziemlich nahe am Wasserrand heranschlenderte, ein paar Minuten lang im Wasser seine Nahrung suchte und sich schliesslich wieder gelassen davonbegab.
Den Zmittag assen wir beim Bunker, welcher uns einen guten Überblick über die Vogelschar im Wasser gab. Diejenigen, die schneller assen, verbrachten die verbleibende Zeit damit, die anwesenden Trupps nach Seltenheiten oder sonstigen Überraschungen abzusuchen. Dabei kamen noch Spiessente, Rohrweihe und Sperber zum Vorschein.


Am anderen Ende des Stausees angekommen, wandten wir uns den Waldwegen zu. Wir gingen zuerst durch den Wald, dann über die Aare und am anderen Ufer an einem weiterem Wald entlang, wo wir einen Kleinspecht sichteten. Dann weiter am Wald entlang bis zu Klingnau, wo der Tag schon zu Ende war – wieder ein mal war die Zeit verflogen!




