Frühmorgens traf sich eine mittelgrosse Natrix-Gruppe am Hauptbahnhof, um gemeinsam an den Bodensee zu fahren. Eigentlich war die Exkursion bereits für den Vortag geplant, doch wegen eines angekündigten Schneesturms wurde sie um einen Tag verschoben. Noch etwas verschlafen machten wir uns auf den Weg Richtung Steinacher Bucht bei Arbon.

Kaum angekommen, flog direkt vor uns ein Wanderfalke über das Wasser und versetzte die Wasservögel in Panik. Auf dem See konnten wir zwischen sehr vielen Schwarzhalstauchern einen Ohrentaucher und etwas abseits davon einen Rothalstaucher entdecken. Neben einigen Krick- und Pfeifenten beobachteten wir zudem eine Eiderente und einen Hybrid Moor- x Tafelente.


Anschliessend ging die Reise weiter nach Romanshorn. Dort hofften wir, im schon länger anwesenden riesigen Tauchententrupp etwas Besonderes zu finden. Und tatsächlich: Nach nur kurzer Zeit konnte eine weibliche Bergente unter rund 2000 Tauchenten identifiziert werden. Insgesamt kamen wir dort auf drei Bergenten und zwei Moorenten. Weit in der Ferne entdeckten wir ausserdem noch elf Singschwäne.

Bei einem kurzen Halt in Güttingen wurden wir erneut mit einem riesigen Tauchententrupp belohnt. Darunter befanden sich eine weitere Bergente sowie ein Moor- x Tafelenten Hybrid. Weit draussen auf dem See konnten wir zudem 14 Prachttaucher ausmachen.
Zum Schluss ging es noch ins Ermatinger Becken, in dem viele Wasservögel überwintern. Durch das Eis, das auf einem Teil des Sees lag, waren die Vögel nicht mehr ganz so weit entfernt. Im nahen Schilf zeigte sich eine Wasserralle wunderschön bei der Nahrungssuche. In der Seemitte schwammen etwa 150 Singschwäne sowie Hunderte Spiess- und Löffelenten. In der Ferne, am Eisrand, konnten sogar drei Zwergschwäne aus dem hohen Norden beobachtet werden.


Als es langsam dämmerte, sassen wir nach einer sehr erfolgreichen Exkursion glücklich und zufrieden im warmen Zug auf dem Heimweg.




